{"id":23,"date":"2018-05-04T15:20:57","date_gmt":"2018-05-04T15:20:57","guid":{"rendered":"http:\/\/planungfuchs.de\/?p=23"},"modified":"2018-10-08T06:16:55","modified_gmt":"2018-10-08T06:16:55","slug":"baustelle","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/planungfuchs.de\/?p=23","title":{"rendered":"Lesenswert"},"content":{"rendered":"<p><center><\/p>\n<h6 style=\"text-align: left;\">Die Aufgabe des Schaffenden besteht darin, Gesetze aufzustellen, und nicht-Gesetzen zufolgen. Wer gegebenen Gesetzen folgt, h\u00f6rt auf, ein<br \/>\nSchaffender zu sein.<\/h6>\n<p style=\"text-align: left;\">Ferruccio Busoni<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Entwurf einer neuen \u00c4sthetik der Tonkunst<\/p>\n<p><big><b><\/b><\/big><\/center><\/p>\n<h1><\/h1>\n<h1>10 GRUNDS\u00c4TZE ZUR STADTBAUKUNST HEUTE<\/h1>\n<h6>HERAUSGEGEBEN VOM DEUTSCHEN INSTITUT F\u00dcR STADTBAUKUNST AN DER TU DORTMUND | April 2010<\/h6>\n<h6>1. STADTTHEORIE. Komplexit\u00e4t statt Reduktion<\/h6>\n<h6>Stadtbaukunst muss alle Aspekte der Stadt umfassen und ihnen Gestalt geben. St\u00e4dte lassen sich nicht auf einzelne Aspekte und deren Bew\u00e4ltigung durch einzelne Disziplinen reduzieren.<\/h6>\n<h6>2. STADTBILD. St\u00e4dtebau statt Fachplanung<\/h6>\n<h6>Das Stadtbild entsteht aus der bewussten Anordnung und Gestaltung st\u00e4dtischer Bauwerke und bedarf eines auf dauerhafte Sch\u00f6nheit bedachten St\u00e4dtebaus. Die Vernachl\u00e4ssigung des \u00fcberkommenen Stadtbildes in der Stadtplanung, die durch die Trennung der unterschiedlichen Planungsbereiche verursacht wird, verhindert die Entwicklung umfassend qualit\u00e4tvoller Lebensorte.<\/h6>\n<h6>3. STADTARCHITEKTUR. Gebautes Ensemble statt individualistischer Eventarchitektur<\/h6>\n<h6>St\u00e4dtische Architektur muss Ensembles mit ausdrucksreichen Fassaden bilden und ein gegliedertes Ganzes von zusammenh\u00e4ngender Textur und Substanz schaffen. Ausschlie\u00dflich individualistische Eventarchitektur l\u00f6st den st\u00e4dtischen Zusammenhang und die Verst\u00e4ndlichkeit des \u00f6ffentlichen Raums auf.<\/h6>\n<h6>4. STADTGESCHICHTE. Langfristige Stadtkultur statt kurzfristiger Funktionserf\u00fcllung<\/h6>\n<h6>St\u00e4dtebau ist eine kulturelle T\u00e4tigkeit, die auf historischer Erfahrung und Bildung aufbaut. Vorgeblich wissenschaftliche Modelle und spontan verfasste Leitbilder wie beispielsweise die \u201everkehrsgerechte Stadt\u201c verkennen den langfristigen und umfassenden Charakter der Stadt.<\/h6>\n<h6>5. STADTIDENTIT\u00c4T. Denkmalpflege statt Branding<\/h6>\n<h6>Die Identit\u00e4t der Stadt entsteht durch ihre langfristige Geschichte sowie die Pflege ihrer Denkm\u00e4ler, ihres Stadtgrundrisses und ihrer Baukultur. Individualistisches Branding verleugnet die bestehenden Eigenheiten des Ortes und leistet dem Identit\u00e4tsverlust im Zeitalter der Globalisierung Vorschub.<\/h6>\n<h6>6. STADTGESELLSCHAFT. Stadtquartier statt Wohnsiedlung und Gewerbepark<\/h6>\n<h6>Das Stadtquartier mit Funktionsmischung und architektonisch gefassten R\u00e4umen bildet das Grundelement der auf vielf\u00e4ltigen Lebensweisen beruhenden Stadt. Monofunktionale Siedlungen sowie Einkaufs- und Gewerbeparks vor der Stadt zerst\u00f6ren die Urbanit\u00e4t und verhindern die Identifikation der Stadtgesellschaft mit ihrer Stadt.<\/h6>\n<h6>7. STADTPOLITIK. Stadtb\u00fcrger als Gestalter statt anonymer Immobilienwirtschaft<\/h6>\n<h6>St\u00e4dtisches Bauen soll vor allem von verantwortungsbewussten B\u00fcrgern als k\u00fcnftigen Nutzern getragen werden und auf einem gleichberechtigten Zugang zu einem auf der Parzelle gegr\u00fcndeten Bodenmarkt beruhen. Institutionelle Bautr\u00e4ger wie \u00f6ffentliche Wohnungsbaugesellschaften oder Immobilienfonds ohne langfristiges Interesse an der Qualit\u00e4t des Ortes schaffen keine guten Stadtbauten.<\/h6>\n<h6>8. STADT\u00d6KONOMIE. Einzelhandel statt Ketten<\/h6>\n<h6>Die Stadt\u00f6konomie sollte st\u00e4rker vom diversifizierten innerst\u00e4dtischen Einzelhandel und Gewerbe getragen werden. Allein Gro\u00dfketten und ausgelagerte Gro\u00dfbetriebe machen die Stadt\u00f6konomie krisenanf\u00e4lliger und vernichten urbane und selbstbestimmte Arbeitspl\u00e4tze.<\/h6>\n<h6>9. STADTVERKEHR. Stadtstra\u00dfen statt Autoschneisen<\/h6>\n<h6>Stadtstra\u00dfen sind vielf\u00e4ltige und wohlgestaltete Aufenthaltsr\u00e4ume, die neben den verschiedenen Arten des Verkehrs auch dem Einkaufen, dem Spazieren, dem sozialen Kontakt, der politischen Manifestation und dem Vergn\u00fcgen dienen. Monofunktionale Autoschneisen und Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen zerst\u00f6ren die Stadt.<\/h6>\n<h6>10. ST\u00c4DTISCHE UMWELT. Nachhaltig bauen statt schnell verpacken<\/h6>\n<h6>Die Nachhaltigkeit der st\u00e4dtischen Umwelt entsteht durch umfassende und solide Dauerhaftigkeit und Urbanit\u00e4t. Die Reduktion der notwendigen Energieeinsparungsma\u00dfnahmen auf \u00f6lbasierte W\u00e4rmed\u00e4mmverpackungen und solit\u00e4re Energieh\u00e4user schafft die Umweltprobleme von morgen.<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Aufgabe des Schaffenden besteht darin, Gesetze aufzustellen, und nicht-Gesetzen zufolgen. Wer gegebenen Gesetzen folgt, h\u00f6rt auf, ein Schaffender zu sein. Ferruccio Busoni Entwurf einer neuen \u00c4sthetik der Tonkunst 10 GRUNDS\u00c4TZE ZUR STADTBAUKUNST HEUTE HERAUSGEGEBEN VOM DEUTSCHEN INSTITUT F\u00dcR STADTBAUKUNST AN DER TU DORTMUND | April 2010 1. STADTTHEORIE. Komplexit\u00e4t statt Reduktion Stadtbaukunst muss alle <a href=\"http:\/\/planungfuchs.de\/?p=23\" class=\"more-link\">...weiterlesen<span class=\"screen-reader-text\"> \"Lesenswert\"<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/planungfuchs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23"}],"collection":[{"href":"http:\/\/planungfuchs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/planungfuchs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/planungfuchs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/planungfuchs.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23"}],"version-history":[{"count":9,"href":"http:\/\/planungfuchs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":146,"href":"http:\/\/planungfuchs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23\/revisions\/146"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/planungfuchs.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/planungfuchs.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/planungfuchs.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}